Konzert der „Chorgemeinschaft Eichwalde“ am 30.03.25 in der Evangelischen Kirche in Eichwalde

Trotz umfangreicher Bauarbeiten um die Eichwalder Evangelische Kirche herum strömten viele Musikbegeisterte an diesem regnerischen Sonntag zum Konzert der Chorgemeinschaft Eichwalde, vielleicht in dem Wissen, hier etwas von der Freude und Begeisterung am Singen und an der Musik zu finden, das einem Regentag wie diesen ein bisschen Sonne verleiht.

Die „Chorgemeinschaft Eichwalde“ erhielt 1973 ihren Namen durch die Fusion aus dem 1919 gegründeten Eichwalder Männerchor und dem Eichwalder Frauenchor. Heute vereinigt sie mit 125 Mitgliedern den Gemischten Chor, GosPop, den Kinderchor Vocalinos sowie das Orchester Cantabile. 2019 wurde sie zum 100jährigen Bestehen mit der „Zelter Plakette“ geehrt.

Die musikalische Leitung hat Saskia Sellnau für die Erwachsenenchöre sowie das Orchester, Martina Büttner leitet den von ihr ins Leben gerufenen Kinder- und Jugendchor. (siehe Foto)

Es war etwas Besonderes an diesem Tag, denn alle Chöre und das Orchester traten gemeinsam aber auch einzeln auf. So konnten die Zuhörenden sich ein Bild von all dem musikalischen Schatz machen, den unsere Chöre und das Orchester zu bieten haben. Das Konzert sollte gleichzeitig auch den Zuhörern die Möglichkeit geben, bei einigen Liedern einfach einmal mitzusingen und vielleicht sogar einmal den Weg in eine Probe zu finden.

Es war ein breitgefächertes und abwechslungsreiches Programm, das von den Moderatorinnen Heike Schubert,  Manuela Kroh, Katrin Müller und Svenja Büttner begleitet und umrahmt wurde. Am Klavier begleitet wurden die Sänger von Dawoon Jung und Tino Höch.

Den Anfang machte der Gemischte Chor mit seiner imposanten Einlage „Viva la vida“, gefolgt von „Erlaube mir, feins Mädchen“ und „Ich wollt einmal nach Rosen gehn“. Das Quartett des Gemischten Chores mit Konstanze Kozma, Katrin Müller, Saskia Sellnau, Karin Hinz, Claudia Markert, Joachim Rose, Gerhard Hinz und Winfried Rosol ließ wohl einige daraufhin den Atem anhalten, so rein und klar erklang die „Nachtigall“. Beschwingt weiter ging es dann mit dem Schlager „ Schuld war nur der Bossa Nova“, eine Einladung zum Mitschunkeln und Mitsingen. Ein weiteres Volkslied „ Was wölln wir auf den Abend tun“ erklang, bevor der norwegische Hochzeitsmarsch „Bruremarsj fra Valsoyfjord/Aure“ den vorläufigen Abschluss der Stücke des Gemischten Chores machte.

Aber vorher sollte die wunderbare Hymne von Leonard Cohen „Halleluja“, die der Gemischte Chor gemeinsam mit den Vocalinos sang, die Herzen der Zuhören erfreuen. (siehe Foto)

Die Vocalinos wurden 2008 als Kinder- und Jugendchor gegründet und erhielten 2024 ihrem neuen Name. 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren singen unter der Leitung von Martina Büttner u.a. Filmtitel, Gospel, deutsche und englischsprachige Popsongs. Sie zeigten nun ihr Können in einer liebevoll arrangierten Darbietung meist fremdsprachiger Lieder, die manchem Zuhörer das Herz schmelzen ließ. Den Anfang machte das spritzige Stück „Lollipop“ mit Luisa Seifert und Johanna Maringer als Solistinnen, gefolgt von „What shall we do“ und „Ich lieb den Frühling“. Weiter ging es mit dem „Farbenspiel des Winds“ mit den Solistinnen Charlotte Bernheiden, Katharina Arnold und schließlich dem fetzigen Stück „Supercalli“ mit den Solistinnen Annika Lohmann und Emilia Graf.

Nach dieser erfrischenden Einlage ging es kurz vor der Pause weiter zur Darbietung des Orchesters Cantabile, dessen erstes Stück „ Der Frühling hat sich eingestellt“ vom lustigem Vogelgezwitscher der Vocalinos begleitet wurde.

Das „Orchester Cantabile“, 2009 aus Anlass des 90 jährigen Jubliläums der „Chorgemeinschaft Eichwalde“ gegründet, vereinigt Mandoline, Mandola, Gitarre, Geige, Cello, Klavier, Flöte, Mundharmonika, Klarinette, Akkordeon, Horn, Glockenspiel und Percussion und erzeugt so seinen einmaligen Klang. Der Name „Orchester Cantabile“ entstand in Anlehnung an die Chorgemeinschaft, aus der das Orchester – anfangs mit nur 7 Sängern- und Sängerinnen, heute sind es 24 – hervorging. Gespielt wird quer durch die Musikliteratur von Folklore bis klassischen Einzelstücken.

„Sakura, sakura“ mit Bianca Noack als Solistin folgte vor der Pause, in der, wer wollte, sich mit Getränken erfrischen konnte.

Der Vorstand mit Stephan Reimann und Heike Schubert ließ es sich nicht nehmen, nach der Pause das langjährige Vorstandsmitglied Joachim Rose zu ehren, der seit 27 Jahren sowohl den Gemischten Chor mit seiner Tenorstimme als auch das Orchester mit der Mandola bereichert. Ihm wurde ein Fotobüchlein mit gesammelten Erinnerungen überreicht.

Weiter ging es mit dem italienischen Tanzlied „L’ innamorato“, der irischen Volksweise „Down by the Salley Gardens“ mit Manfred Hentrich als Mundharmonika Solist und dem schottischen Lied „Loch Lomond“. Imposant und beeindruckend war das Stück „In der Halle des Bergkönigs“ von Edvard Grieg aus dem Peer Gynt.

Die Vocalinos beeindruckten ein weiteres Mal mit „Vois sur ton chemin“, „Vem kan segla“ und mit „Adiemus“ die Zuschauer, die sie mit starkem Applaus belohnten.

GosPop, jüngstes Mitglied der Chorgemeinschaft, wurde 2015 ins Leben gerufen und 2021 als Frauenchor neu aufgestellt. Gesungen werden deutsch- und englischsprachige Popsongs und Gospel. Mit viel Schwung und guter Laune ist dieser vorwiegend junge aber insgesamt alle Generationen umfassende Chor in der Chorgemeinschaft dabei. Die Solistinnen Anja Theuer, Verena Seifert, Jenny Lau, Heike Schubert und Antje-Marie Bergner beeindruckten im gefühlvollen und ruhigen „Fix you“, ebenso herzergreifend ging es weiter in „Shallow“ mit den Solistinnen Adina Dahmke und Katja Bergander und „Deep River“.

Zu erwähnen ist auch, dass die Hilfsdirigentinnen Anke Bolt, Jolina Robert und Sonja Hermenau zum Einsatz kamen. Bei „Rock my Soul“ war das Publikum noch einmal zum Mitklatschen und Mitsingen eingeladen. „All Night, all day„ und „Hail Holy Queen“ bildeten den Abschluss der Darbietung des GosPop.

Zum Abschluss des Konzertes erklang das Stück „Evening rise“ gemeinsam mit den 3 Chören und dem Orchester. Ebenso war auch die Zugabe – noch einmal das wunderbare „Viva la vida“ – eine Gemeinschaftsproduktion und hinterließ so einen imposanten und sicher bleibenden Eindruck beim zufriedenen Publikum. (siehe Foto)

Annette Büttner, AG ÖA, Fotos: Fritz

03.03.2025 Fasching bei den Vocalinos

Rosenmontag wird bei den Vocalinos nicht geprobt, da wird gefeiert. Es darf sich verkleidet und Geschwister mitgebracht werden. Für Essen und Getränke war dank der Eltern gesorgt, es wurde gespielt und getanzt.

Mit dabei waren: „Reise nach Jerusalem“ in 2 Altersklassen – sonst ist es ungerecht, „Ballon weitergeben“ nur mit den Beinen und ohne Handeinsatz und „Autorallye“. Natürlich gab es auch kleine Gewinne. Diese Tänze machten Spaß und forderten die Kondition aller Beteiligten: Ententanz, Macarena, Cotton Eye Jo und die Annemarie Polka und dann noch zum Abschluss Laurenzia.

Nicht nur ich war am Ende total k.o., es war aber wie immer schön.

Vielen Dank den Eltern, die mich dabei unterstützten.

Martina

Kling, Glöckchen – die Vocalinos

Auch schon traditionsgemäß gestaltet die Chorgemeinschaft Eichwalde am 2. Adventssonntag das Konzert der Kinder und Jugendlichen, die sich seit diesem Jahr „Vocalinos“ nennen und stolz ihre Houdies als neue Oberbekleidung trugen. Ihre Dirigentin Martina Büttner hatte wieder ein wunderbares Programm aus alten und neuen Weihnachtsliedern zusammengestellt. Besonders interessant waren die Sätze zu „Kling, Glöckchen“ und „We wish you a merry Christmas“.

An diesem 08.12.2024 konnten die Gesangssolisten Emilia, Carla, Jolina, Dean, Anton, Cassandra, Frida, Laila, Carla, Feli, Jella, Philine und Filu auch zeigen, was ihre heranwachsende Stimme schon so hergibt.

Eine immer größere Hilfe für die Dirigentin werden ihre Nachwuchsdirigentinnen Emma Werther, Jolina Robert und Jella Koch. Sie zeigten ihr Können und alle schauten auf ihre Dirigentenhände, damit auch das Lied dementsprechend gesungen werden konnte. Bravo!

Alle lauschen der Gitarrenspielerin Johanna (Foto: Krägel)

Auch waren wieder Instrumentalisten dabei: Johanna Maringer (Trompete), Philine Zander (Klavier) und Jella Koch (Gitarre), ebenfalls die Rezitatoren Hanna und Carla und der schon bewährte Moderator Cespar Schade, der betonte, dass ihnen allen die Proben mit der Pianistin viel Spaß gemacht hätten.

Zum ersten Mal begleitete Stefanie Maschke die Vocalinos. Sie fand lustige Zwischenspiele und Varianten, so dass man nachvollziehen konnte, wieviel Spaß es den Kindern macht, mit ihr zu musizieren.

Die Weihnachtsbäckerei mit Dean als Vorsänger (Foto: Krägel)

Das Publikum war begeistert und die Vocalinos auch, denn sie gaben gern mit der „Weihnachtsbäckerei“ ihre Zugabe und gingen mit einem großen Schokoladenweihnachtsmann glücklich nach Hause.

Marlis Krägel

Sonderprobe der Vocalinos

Am 09.11.2024 fand eine Sonderprobe der Vocalinos in der Alten Feuerwache statt. Immerhin 27 Kinder und Jugendliche versammelten sich am Morgen, um an ihrem Weihnachtsrepertoire etwas intensiver zu üben, denn etliche Auftritte und Konzerte sind geplant.

Das „Kalenderlied“ wurde neu einstudiert und die „Weihnachtsbäckerei“ intensiv geprobt. Auch der Spaß wurde nicht vernachlässigt, denn der Chor hat – wie schon im Probenlager – das Tanzen entdeckt.

Mit der „Annemarie Polka“ und dem „Cotton Eye Joe“ wurden die Proben aufgelockert und auch viel geschafft.

Martina Büttner AG ÖA

Chorwerkstatt Vocalinos

Um die Adventskonzerte vorzubereiten, trafen sich die jüngsten Sänger der Chorgemeinschaft am 12. und 13.10.2024 zur Chorwerkstatt im KiEZ am Hölzernen See, das uns seit 2004 für diesen Zweck beherbergt.

Foto: Büttner

Leider waren nicht alle dabei, aber mit 25 Sänger kamen wir dennoch einen großen Schritt voran. Dank der Helfer Svenja, Lea und Jenny klappte auch alles reibungslos.

Foto: Büttner

Neben dem Weihnacht- und Adventsliedersingen wurde gebastelt und getanzt. Der Ententanz, Cotton Eye Joe, Macarena und Annemarie-Polka brachten großen Spaß und bei „Laurentia, liebe Laurentia mein“ wurden die Oberschenkel und Gesäßmuskeln beansprucht. Es war herrlich. Wir bedankten uns wieder beim Team der Küche mit einem Lied , dann ging es nach Hause.

Martina Büttner AG ÖA

105 Jahre Chorgemeinschaft Eichwalde

Am 14.09.2024 war die evangelische Kirche in Eichwalde trotz ihrer rund 400 Plätze viel zu klein, denn es gab ein gemeinsames Konzert unserer 4 Chorensembles (Gemischter Chor, Vocalinos, GosPop, Orchester Cantabile) und dem „Männerchor Cäcilia 1890“ aus Berlin.

Mit dabei waren auch einige derjenigen, die uns immer wieder unterstützend begleiten – wie der Bürgermeister Jörg Jenoch, die stellvertretende Landrätin LDS Frau Zettwitz, Dr. Burmeister vom Patronatskirchenverein, Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde und die BCV-Präsidentin Sabine Hellwig, die anerkennende Worte für die Entwicklung unserer Chorgemeinschaft fand.

BCV-Präsidentin Sabine Hellwig (Foto: Krägel)

Es sind nun 5 Jahre vergangen, nachdem wir 2019 die Zelter-Plakette zu unserem 100. Geburtstag bekamen und in dieser Kirche unserer Jubiläumskonzert gaben. Die Chorgemeinschaft ist auf ca. 125 Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten in den 4 Ensembles angewachsen, die sie unter ihrem Dach vereint. Saskia Sellnau leitet seit 2009 die Instrumentalgruppe und übernahm die musikalische Leitung 2020 für den Gemischten Chor und 2022 für den Frauenchor GosPop.

Gemischter Chor (Foto: Krägel)
GosPop (Foto: Krägel)

Martina Büttner leitet weiterhin den Kinder- und Jugendchor, der sich im Mai 2024 in der Patronatskirche Schulzendorf feierlich den Namen „Vocalinos“ gab.

Vocalinos (Foto: Krägel)

Besonders erfreulich ist es, dass in allen 4 Ensembles choreigener „Dirigenten-Nachwuchs“ herangebildet wird, der bereits schon in Konzerten zeigen konnte, wie gut er die Dirigentinnen vertreten kann.

Da die Instrumentalgruppe zu einem Orchester herangewachsen ist, war es nun auch Zeit, der Gruppe einen neuen Namen zu geben. Die Abstimmung erfolgte nach wochenlanger Vorbereitung ganz demokratisch. In diesem Konzert war nun die offizielle Namensweihe für das Orchester, verkündet durch unsere stellvertretende Vorsitzende Heike Schubert. Der Name „Orchester Cantabile“ (singbar/liedhaft) überzeugte die meisten Mitglieder. Einmal entspricht der Name mit den vielen volksliedhaften und sangbaren Melodien dem Repertoire, er hat einen melodischen Klang und erinnert daran, dass 7 Sänger und Sängerinnen des Gemischten Chores die Instrumentalgruppe zum 90. Geburtstag der Chorgemeinschaft gründeten.

Orchester Cantabile (Logo: Simone Wellnitz) (Foto: Krägel)

Überlegen sich die Mitglieder des Gemischten Chores jetzt auch einen Namen? Der Gemischte Chor entstand 1972, als sich die Männer des „Männerchores Eichwalde“ überzeugen ließen, mit dem „Frauenchor Eichwalde“ die „Chorgemeinschaft Eichwalde“ zu gründen. Die Tradition des Männerchores geht auf das Jahr 1919 zurück, als 16 sangesfreudige Herren beschlossen, einen Männerchor zu gründen und sogleich auch einen Dirigenten engagierten – Prof. Franz Büning. Ja, und dieser war seit 1893 der Dirigent des „Männerchor Cäcilia 1890 Berlin“. Zum 130. Jubiläum ihres Dirigenten entdeckte der Männerchor, dass ihr Dirigent auch in Eichwalde aktiv war und so begann die gemeinsame Konzerttradition. 2023 waren die Eichwalder zum Konzert in Berlin, 2024 kamen die Berliner nach Eichwalde. Hoffen wir, dass diese Tradition weiter fortgeführt wird.

Männerchor Cäcilia 1890 (Foto: Krägel)

Nach dem Konzert gab es noch einen geselligen Nachklang, auf dem viel diskutiert und neue Absprachen getroffen wurden.

Marlis Krägel AG-ÖA