{"id":755,"date":"2013-05-13T21:23:58","date_gmt":"2013-05-13T19:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/choreichwalde.de\/?p=755"},"modified":"2018-05-20T18:57:19","modified_gmt":"2018-05-20T16:57:19","slug":"reise-des-kinder-und-jugendchores-nach-oernskoeldsvik-schweden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/choreichwalde.de\/?p=755","title":{"rendered":"Reise des Kinder- und Jugendchores nach \u00d6rnsk\u00f6ldsvik, Schweden"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reise des Kinder- und Jugendchores vom 08. bis 12. Mai 2013 nach \u00d6rnsk\u00f6ldsvik, Schweden<\/strong><\/p>\n<p>Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erz\u00e4hlen- wenn 34 eine Reise machen, dann k\u00f6nnen sie ein Lied davon singen. Am 8.5 flog der Kinder und Jugendchor der Chorgemeinschaft Eichwalde e.V. mit 21 Kindern und Jugendlichen und 13 Erwachsenen nach Schweden. Es war unsere erste gro\u00dfe Chorfahrt und f\u00fcr einige auch der erste Flug. Warum Schweden? Ich habe das Gl\u00fcck, dass meine Zwillingsschwester dort lebt. Ihr Beruf ist Chorp\u00e4dagogin und sie leitet zwei Ch\u00f6re, den Kinderkammerchor in \u00d6-vik und Feminalen (einen M\u00e4dchenjugendchor). Somit war ein treffen unserer Ch\u00f6re vorprogrammiert und in diesem Jahr endlich erf\u00fcllt worden. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung (von der Planung bis zur Durchf\u00fchrung) war es am 8.5 endlich so weit. Ab Stockholm ging es dann mit dem Zug, der Botniabahn, weiter \u00fcber Sundsvall nach \u00d6rnsk\u00f6ldsvik (\u00d6-vik), wo uns unsere Gastfamilien herzlich empfingen. Die Chorm\u00e4dels (Entschuldigung Nick dass ich immer nur von M\u00e4dels spreche, aber du warst auf unser Reise der einzige Junge) hatten schon vor reisebeginn Kontakt zu Ihren Gastfamilien aufgenommen, das ist in Zeiten von Facebook nicht schwer und war auch schon ein Abenteuer f\u00fcr sich. Immer zu zweit untergebracht ging es dann auseinander. Spannend die Frage vorher, k\u00f6nnen die denn deutsch? Ich wusste ja, dass gerade bei den J\u00fcngeren die Gasteltern und Kinder auch Deutsch k\u00f6nnen, aber bei den \u00c4lteren? Bis in die Nacht hinein bekam ich noch Nachrichten von meinen M\u00e4dels\u2026Hilfe wie sollen wir uns verst\u00e4ndigen \u2013 Antwort, na wie w\u00e4rs denn mit Englisch? Oder mit den H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen?..Martina, die haben einen Hund, der hat mich abgeschlabbert- nun dann kann das doch nur ein wirklich kinderlieber Hund sein, oder? Nach einer kurzen Nacht f\u00fcr mich kamen dann schon die morgendlichen Begr\u00fc\u00dfungen per Handy, was w\u00e4re das wohl ohne diese Technik geworden? Ich liebe meine Chorkinder daf\u00fcr, sie lassen mich an Ihren Dingen teilhaben und das ist doch ein wirklich sch\u00f6ner Vertrauensbeweis. Um 13.00 Uhr begann unser gemeinsamer Workshop. Etwa 60 Kinder und Jugendliche von 6-17 nahmen daran teil. Geleitet wurde der Workshop durch Daniela Nystr\u00f6m, meiner Schwester. Schon das Einsingen und lockern war sehr interessant f\u00fcr uns, viel Wert wurde auf die Sprache und den Sitz der Sprache gelegt. Dann probten wir unsere gemeinsamen Lieder, die f\u00fcr uns Eichwalder aber neu waren..besonders toll kam der Kanon O Music von Lowell Mason bei uns an, er geht ins Blut, das das Ergebnis schnell pr\u00e4sentiert werden konnte. Witzig war dann die Erarbeitung der gemeinsame Volkslieder \u201e alle V\u00f6gel sind schon da, in Deutsch und Schwedisch mit der bekannten Begleitstimme und das schwedische Volkslied \u201e Im Fr\u00fchtau zu Berge\u201c hier hatten wir vorab den Becher Rapp einstudiert, den kann man zu allen Liedern, die im 4\/4 Tackt geschrieben sind durchf\u00fchren, welch ein Spa\u00df hatten wir hier schon in Eichwalde bei den Proben. Selbst die Kleinen hatten das am Ende geschafft. Nun aber Rappten nur wenige und der Rest sang. Wir hatten viel Spa\u00df. Die Gasteltern organisierten ein \u201eFika\u201c , die sogenannte Kaffepause und wir st\u00e4rkten uns alle gemeinsam bevor dann um 16.00 Uhr das Konzert begann. Volles Haus, viele deutschsprachige G\u00e4ste- einfach eine angenehme Stimmung breitete sich aus. Gemeinsam begannen wir mit den neuen Liedern, dann \u00fcbernahmen unsere Gastgeber das Programm. Als wir dann dran waren brauchten wir uns nicht zu verstecken, der Chor hat eine sehr gute Leistung abgeliefert du mit Freude gesungen. Wir zeigten einen Querschnitt durch unser Repertoire und Klaus Sedl begleitete uns wie immer gekonnt am Klavier. Unsere zweij\u00e4hrige Zusammenarbeit tr\u00e4gt Fr\u00fcchte. Mittlerweile ben\u00f6tigen wir schon keine Absprachen mehr, wir verstehen uns blind. Der Applaus der Zuschauer belohnte uns f\u00fcr unsere M\u00fchen, einige hatten Tr\u00e4nen in den Augen vor Freude auch mal wieder deutsche Lieder h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Die Gasteltern waren stolz auf \u201e ihre\u201c Kinder und der Abend wurde dann mit einem gemeinsamen Abendbrot abgerundet. Freundschaften haben sich entwickelt, die Einen lernten deutsch, die Anderen Schwedisch- und allen war klar, das war nicht unser letztes Treffen. Wir luden unsere Gastgeber zu einem Gegenbesuch im n\u00e4chsten Jahr nach Eichwalde ein. Der Freitag war der freie Tag, die Kinder und Jugendlichen trafen sich in der Stadt und gingen shoppen\u2026. Am Nachmittag gingen dann alle gemeinsam ins Vergn\u00fcgungsbad. Die Zeit in \u00d6-vik verging viel zu schnell, Adressen und Telefonnummern wurden ausgetauscht. Um 22.00 hie\u00df es Abschied nehmen! Danke f\u00fcr die tolle Zeit. Jetzt ging es mit dem Nachtbus nach Stockholm wo wir um kurz nach f\u00fcnf in der fr\u00fch ankamen. Der Bahnhof und die Stadt wirkten menschenleer. Was macht man um diese Zeit in Stockholm? Zuerst wurden die Koffer verstaut, das allein dauerte schon eine Stunde, dann gingen wir spazieren, eine Runde bis zur Altstadt und wieder zur\u00fcck, wo dann Geld getauscht werden konnte und wir gemeinsam fr\u00fchst\u00fcckten. Die Stadt f\u00fcllte sich langsam, wir teilten uns. Der n\u00e4chste Treffpunkt war die Wachabl\u00f6sung um 12.00 Uhr beim K\u00f6niglichen Schloss. Wenn man in Stockholm ist muss man Das erlebt haben. Wir hatten also alle dieses Erlebnis verfolgt, bis auf unser J\u00fcngster- Nick 6 Jahre, er schlief im Schoss seiner Chorleiterin ein. Der n\u00e4chste Punkt war der Besuch des Vasamuseums. Kurzes \u201e n\u00f6rgeln\u201c einiger Teilnehmer, aber es gab kein wenn und aber. Das war Pflicht. Das Vasamuseum hat im \u00dcbrigen nichts mit dem Wasa Kn\u00e4ckebrot zu tun. Die Vasa war ein Regelschiff, welches im 17.Jhd gebaut wurde und noch bei seiner Jungfernfahrt sank. 333 Jahre sp\u00e4ter 1961 wurde die Vasa komplett gehoben und ist das gr\u00f6\u00dfte noch vollkommende Boot welches je so gefunden wurde. Es ist sehr imponierend. Man kommt in das Museum hinein und sieht dort in voller Gr\u00f6\u00dfe dieses herrliche Schiff und kann dann vieles \u00fcber die damalige Zeit, den Schweden und den Handel lernen. F\u00fcr jeden Schwedentourist ist der Besuch dieses Museums einfach ein MUSS- und daher nat\u00fcrlich auch f\u00fcr uns. Es hat auch niemand bereut. Die Zeit in Stockholm verging wie im Fluge, am Abend ging es dann total k.o. zum Hotel am Flughafen Skavsta um morgens fr\u00fch dann wieder nach Sch\u00f6nefeld zur\u00fcck zu fliegen. Alle sind heil wieder angekommen, sehr m\u00fcde aber um viele Erlebnisse reicher. Mein Facit: Wenn meine \u201eChorkinder\u201c zufrieden sind, dann haben wir wohl alles Richtig gemacht. Finanzmittel erh\u00e4lt man nur wenn man nichts vorab reserviert hat, das ist mit einer Gruppe nat\u00fcrlich echt schwer und hei\u00dft, F\u00f6rdergelder m\u00fcssten schon fast 1Jahr im Voraus beantragt werden. Wir hatten am Ende keine F\u00f6rdergelder erhalten, nicht vom Landkreis und nicht von der Gemeinde obwohl wir noch dringend Geld ben\u00f6tigt h\u00e4tten, aber dank der Spendenaufrufe hier wurde es bezahlbar. Wir danken allen Sponsoren: Fritz Sch\u00f6ning, RA Fr. Hofmann aus Eichwalde,Fam. Gortzel, Fr. Markgraf und Fr. Klee, Fr. Uhlenbrock,dem F\u00f6rderverein Plumpengraben aus EW, Hr. Stumpf,Hr Sadlowski, Fr. Ullrich,Fr. Hummel und weiteren Mitgliedern der Chorgemeinschaft Eichwalde. Es war keine Familienreise, ich hatte kaum Zeit gehabt mit meiner Schwester aber das war ja auch nicht das Ziel der Fahrt. In der Zeit war ich Mutter, Krankenschwester, Ratgeberin, Dolmetscherin und Freundin f\u00fcr all meine Kinder und Jugendlichen. Ein Kind hatte einen Epileptischen Anfall, alles ging gut aus. Danke an alle Eltern, die Kinder und Jugendlichen, den Gastfamilien und Daniela Nystr\u00f6m, die in Schweden die Organisation der Unterkunft und des Konzertes hatte. Danke dem Schwedischen Chorverband f\u00fcr die Finanzielle Unterst\u00fctzung und den Lehrern meiner Chorkinder f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis \u2013 sie mussten ja alle einen Schultag frei geben. Danke an alle, die mich unterst\u00fctzten \u2013 ich w\u00fcrde eine solche Reise jederzeit wieder durchf\u00fchren. Danke an unsere Betreuer: Angela, Klaus, Marlis, J\u00fcrgen, Dirk, Birgit, Jeanette, Charlotte, Mandy, Steffi, Carola und Martin. Martina B\u00fcttner ( Chorleiterin) Tack f\u00f6r allt! ( danke f\u00fcr alles)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reise des Kinder- und Jugendchores vom 08. bis 12. 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